02.06.2010 00:00 Alter: 4 Jahre

Magnum Beteiligung MPH AG: Wachstumsstarker Nischenplayer


Quelle: Der Aktionär Nr. 23/10 vom 02.06.2010

Die MPH Mittelständische Pharma Holding hat kaum ein Investor auf der Agenda. Dabei hat die Gesellschaft einiges zu bieten. DER AKTIONÄR erklärt, warum ein Einstieg lohnen sollte.

Rasantes Umsatzwachstum bei deutlich steigendem Gewinn. Davon träumen viele Unternehmenslenker.
Für Patrick Brenske, Vorstand der MPH Mittelständische Pharma Holding AG, sind das keine Träume mehr. Im ersten Jahr nach der Unternehmensgründung im November 2008 hat seine im Pharmabereich
tätige Beteiligungsholding den Umsatz auf 62 Millionen Euro verfünffacht. Der operative Gewinn lag bei 6,1 Millionen Euro. 2010 dürften bereits mehr als 100 Millionen Euro umgesetzt werden – bei einer starken EBIT-Marge von über zehn Prozent.

Hochpreisige Aktivitäten

Das derzeit einzige operativ tätige Portfolio-Unternehmen, Haemato Pharmhttp://www.haemato.de/, hat sich auf den Handel mit Arzneimitteln innerhalb der EU, den  sogenannten Parallelimport, sowie auf die Herstellung und den Vertrieb von Nachahmerpräparaten (Generika) spezialisiert. Die EU-Markenarzneimittel,
vorwiegend aus dem Hochpreissegment, werden dabei von großen Pharmahändlern
aus Italien oder Griechenland eingekauft, in sterilen Räumen umgepackt, mit einem eigenen Etikett versehen und dann acht bis 15 Prozent billiger an hiesige Apotheken verkauft.

„Ein Mittel für die Brustkrebstherapie kostet beim Originalhersteller beispielsweise 1.500 Euro, wir können es dem Großkunden dann für 1.350 Euro anbieten“, erklärt Brenske im Gespräch
mit dem aktionär. Die geringe Kostenstruktur ermöglicht es, die Margen dabei auf einem hohen Niveau zu halten. Der Anteil an Krebsmedikamenten beträgt dabei 85 Prozent. Darüber hinaus werden Apotheken und Großkunden auch mit HIV- und Diabetes-Medikamenten beliefert.

Hervorragende Aussichten

„Das Produktportfolio der Haemato Pharm konnte seit 2008 von vier Zulassungen über 40 im Vorjahr auf mittlerweile über 200 erweitert werden“, erklärt Finanzvorstand Dr. Christian Pahl. Ende des Jahres dürften es bereits mehr als 300 sein, 2011 weitere 150 mehr. Der Gesundheitsmarkt boomt. Durch
auslaufende Patente und den steigenden Kostendruck werden immer mehr Generika verschrieben. Zudem sind Apotheken per Gesetz verpflichtet, ein günstiges Importmedikament an den Kunden abzugeben, wenn es mindestens 15 Prozent preiswerter ist als das Originalpräparat. Zudem müssen Apotheken fünf Prozent ihrer Verkäufe durch EU-Arzneimittel erzielen. Damit werden schon jetzt pro Jahr etwa eine Viertelmilliarde Euro eingespart. 

Satte Dividende 

Dank weiterer Zulassungen, dem Ausbau der Internationalisierung und der Erschließung neuer Kundensegmente dürfte MPH in den kommenden Monaten weiter rasant bei Umsatz und Gewinn zulegen. Die Anteilseigner sollen durchaus am Erfolg des Unternehmens teilhaben: Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären, darunter die Großaktionäre Magnum (55,5 Prozent) und Windsor (28 Prozent), Ende Juni auf der Hauptversammlung eine Dividende von 0,13 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 6,9 Prozent. 

Frühzeitig positionieren

Die MPH-Aktie hat in ihrer noch jungen Börsenkarriere bereits deutlich an Wert zugelegt. Angesichts der guten Aussichten und der rasanten Wachstumsraten dürfte dies aber erst der Anfang einer langen Aufwärtsbewegung sein. Limitiert kaufen!

Archiv MAGNUM - Dr. Peter Brenske