11.03.2009 00:00 Alter: 5 Jahre

Unternehmerische Erfolgsfaktoren in der Krise: Substanz, Liquidität und die guten alten Kaufmannstugenden


Erschien in verschiedenen Presseportalen 

NEWS-EINTRAG vom 11.03.09 - 17:29 Uhr: Schönefeld, Dr. Peter Brenske/Magnum AG. Die Finanzkrise hat bislang nicht nur zu fundamentalen Veränderungen in vielen Bereichen der Volkswirtschaft geführt. Wichtiger erscheint, dass sie vielen Verantwortlichen wieder die Augen dafür geöffnet hat, was volkswirtschaftlich wirklich zählt und zu langfristigem Erfolg führt: unternehmerische Tugenden wie finanzielle Disziplin, Sparsamkeit, Fleiß, Geduld; weiterhin das Schaffen von Substanz sowie drittens die Möglichkeit zu unabhängigen Investitionsentscheidungen auch in schwierigen wirtschaftlichen Phasen. Im Blickpunkt des Interesses von Investoren stehen jetzt substanzstarke Unternehmen, die Stabilität vermitteln, und die über genügend freie Liquidität verfügen, um mit einem finanziellen Sicherheitspolster die Krise meistern zu können. 

Solche Unternehmen sind weitgehend unabhängig von der Kreditvergabe der Banken und von Fremdkapital und könnten ihren Verpflichtungen, wie zum Beispiel Rückzahlungen von Anleihen oder Genussscheinkapital, sogar unabhängig von stabilen oder steigenden Gewinnen nachgehen. Dabei hat eindeutig ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Noch vor Kurzem galten Unternehmen mit hoher Cashreserve als langweilig und wenig mutig und ideenreich. Die Krise offenbart jedoch das Gegenteil, nämlich dass heute die vermögenden, substanzstarken Unternehmen in der Vergangenheit verantwortungsbewusst und vorausschauend gewirtschaftet haben. Es gilt das alte Sprichwort: „Sparen ist zu spät, wenn es an die Hofstatt (sprich: Unternehmen) geht.“ Oder anders ausgedrückt: Unternehmen, die in den letzten guten Jahren genügend finanziellen „Speck“ angesetzt haben, werden aus der Krise als Gewinner hervorgehen.

Dabei gilt es zudem, mit unternehmerischem Know-how langfristige Potenziale ausfindig zu machen und Profitabilität krisenüberdauernd zu sichern. Die Karten werden neu gemischt, und „Zocker“ haben nun schlechte Prognosen. Vielmehr findet eine Rückbesinnung auf solche Werte statt, die man als die guten alten Kaufmannstugenden bezeichnen kann. Als weitere Erfolgsindikatoren sind die folgende Kennzahlen zu nennen: der Cashflow als Nettozufluss liquider Mittel in einem Unternehmen; bzw. der Free Cashflow, also das, was in der Kasse verbleibt, wenn Schulden und Zinsen getilgt und Rücklagen gebildet wurden. Letztlich zeigt der Free Cashflow an, wie viel Dividende an die Anleger ausgezahlt werden kann, ohne die Gesellschaft über Gebühr zu belasten.

Archiv MAGNUM - Dr. Peter Brenske