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10.07.2017 16:33 Age: 4 Jahre
Category: Presse

MPH - Erfolgreiches erstes Jahr als Investmentgesellschaft


Nebenwerte-Journal

Nebenwerte-Journal - 7-2017 | Die MPH Mittelständische Pharma Holding AG hat zum Abschluss ihrer strategischen Neuordnung die Bilanzierung zum Jahresende 2015 als Investment Entity nach IFRS 10 vorgenommen. Anstelle einer Vollkonsolidierung der drei wesentlichen Beteiligungen Haemato, M1 Kliniken (vormals M1 Beauty) und CR Capital findet die Bewertung zu den Schlusskursen eines jeden Quartals im Finanzergebnis statt, das somit künftig das Ergebnis bestimmt. Mit diesem Hinweis begann unser Bericht im NJ 8/16, in dem wir die neue Struktur ausführlich dargestellt haben.

Die Entwicklung der MPH Mittelständische Pharma Holding zur heutigen Investmentgesellschaft mit dem strategischen Fokus auf Unternehmen in wachstumsstarken Segmenten des boomenden  Gesundheitsmarktes begann im Jahr 2012 (s. NJ 8/12) und wurde drei Jahre später abgeschlossen. Zur Strategie gehört, Beteiligungen selbst aufzubauen und nicht im Markt teuer einzukaufen. In unserem Fazit wiesen wir daher vor einem Jahr bei einem Kurs von € 2.45 darauf hin, dass Anleger sich bewusst sein müssten, dass die künftige Gewinnentwicklung wesentlich von den Börsenwerten der Tochtergesellschaften bestimmt wird. Deren seit einem Jahr erfreuliche Kursentwicklung ließ somit auch steigende Kurse bei MPH erwarten, die sich mit einem Anstieg auf € 4.25 in der Spitze im März 2017 auch eingestellt haben. Inzwischen drückten Gewinnmitnahmen den Kurs auf € 3.95, so dass sich der Zuwachs auf immer noch erfreuliche 61.2 % belief; hinzu kam die Dividende von € 0.12 je Aktie, die zum vorjährigen Kurs eine Rendite von hohen 4.8 % erbrachte.

Wachsende Börsenwerte

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Haemato, M1 Kliniken und CR Capital nach der Entkonsolidierung am 31.12.2015 nicht mehr enthalten, so dass sich Vergleiche mit dem Vorjahr erübrigen. Da die Ergebnisse der Beteiligungen für deren Bewertung an der Börse die Basis bilden, kamen deren Kurse ordentlich voran. Die Haemato AG steigerte den Umsatz auf € 275.6 (229.7) Mio.; bei einem Kurs von € 6.44 entsprachen die 10.39 Mio. gehaltenen Aktien einem Wert von € 66.9 Mio.  Die M1 Kliniken AG setzte € 36 (34.9) Mio. um; der Wert der 12.73 Mio. Aktien belief sich bei einem Kurs von € 9.94 auf € 126.6 Mio. Die CR Capital AG steigerte den Umsatz auf € 17.6 (9) Mio., und bei einem Kurs von € 1.899 ergaben 11.5 Mio. Aktien einen Börsenwert von € 21.9 Mio., so dass sich bei einem Umsatz der Gruppe von € 329.2 (273.6) Mio. ein Börsenwert von insgesamt € 215.3 Mio. errechnet. Das Portfolio soll zudem weiter ausgebaut und ergänzt werden.

Erneut hohes Ergebnis

Bei MPH stammten Umsätze von € 7.5 (9.7) Mio. aus dem Verkauf von Wertpapieren. Erträgen aus Beteiligungen von € 7.5 (0) Mio. standen Abschreibungen auf Finanzanlagen von € 6 (6.4) Mio. gegenüber. Das Ergebnis aus der Bewertung der Finanzanlagen belief sich auf € 72.2 (74) Mio. und das Finanzergebnis auf € 73.3 (74.2) Mio. Das Gesamtergebnis des Berichtsjahres blieb mit € 80.1 (84.1) Mio. auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Eigenkapital bestimmt Bilanz

In den Erwerb von Beteiligungen wurden € 1.99 Mio. investiert; aus der Veräußerung von Investments flossen € 7.6 Mio. zu. Bei einer stark auf € 230.3 (151.1) Mio. ausgeweiteten Bilanzsumme entfiel mit € 219.8 (150.4) Mio. der größte Teil auf die Finanzanlagen. Mit der Aufstockung der Gewinnrücklagen
auf € 168.4 (93.5) Mio. ist das Eigenkapital auf € 213.9 (139) Mio. bzw. € 5.- (3.25) je Aktie gewachsen und macht 92.9 (92) % der Bilanzsumme aus.

Leichte Schwächen im Q1

Das Ergebnis des ersten Quartals ergibt sich nunmehr aus der Bewertung der drei im Freiverkehr (Basic Board) der Frankfurter Börse notierten Töchter, die bis zum 31.03.2017 gegenüber dem Jahresende ein schwächeres Kursniveau aufwiesen, so dass sich ein Periodenverlust von € -2.4 Mio. ergab. Das auf € 211.6 Mio. verringerte Eigenkapital entsprach € 4.94 je Aktie. Der Vorstand beurteilt die operative Entwicklung der Töchter im Q1 dennoch positiv und ist trotz des kurzzeitigen  Kursrückgangs für das Gesamtjahr 2017 zuversichtlich gestimmt.

FAZIT:

Der 2012 begonnene Umbau der MPH Mittelständische Pharma Holding AG zu einem Gesundheitskonzern erwies sich im ersten Jahr für die Investmentgesellschaft als erfolgreich, und der Kurs hat kräftig zugelegt. Die Beteiligungen decken derzeit die Bereiche Pharma (Haemato AG), ästhetische Medizin (M1 Kliniken AG) und Gesundheitsimmobilien (CR Capital AG) ab. Die demografische Entwicklung spricht für die richtige Strategie der beiden Vorstände Patrick Brenske und Dr. Christian Pahl, die darauf abzielt, „einen Beitrag dazu zu leisten, dass Gesundheit bezahlbar bleibt“ und die auch für 2017 zuversichtlich gestimmt sind. Basis für das Ergebnis sind die Kurse der Töchter, in die Anleger auch direkt investieren können.